Rohkost

Italienische Anmutung

Über Rohkost

Als Rohkost werden alle nicht erhitzten Lebensmittel pflanzlicher und tierischer Herkunft bezeichnet. Entscheidend ist, dass die Nahrung nicht über 42 Grad erwärmt, also denaturiert wurde. Dadurch bleiben sämtliche Vitamine und Enzyme erhalten.

Es gibt vegane, vegetarische sowie omnivore Rohkost. Ich spreche hier auf meinem Blog allerdings von der rein veganen, also der pflanzlichen Rohkost.

Diese alternative Form der Ernährung basiert auf dem Verzehr von Gemüse, Wildkräutern (auch Unkräutern), Obst, Trockenfrüchten, Samen, Nüssen und kaltgepressten Ölen. Es gibt bestimmte Verfahren, in denen Lebensmittel bei Temperaturen bis zu 42 Grad schonend getrocknet werden können. Dadurch ergeben sich viele neue Möglichkeiten und die Lebensmittel gelten trotzdem noch als Rohkost.

Es gibt bereits eine große interessierte Gemeinschaft von Rohköstlern. Demzufolge auch viele Studien die für, aber auch andere, die gegen Rohkost argumentieren. Die meisten Menschen kennen im Bereich der veganen Rohkost nur gänzlich unverarbeitete Lebensmittel wie Eisbergsalat, Möhren, Äpfel, Sellerie, Bananen etc. So ist es auch eine weit verbreitete Meinung, dass Rohkost lediglich das Knabbern von Möhrchen und Gürkchen sei, also sehr einseitig und langweilig.

Auch wird von wissenschaftlicher Seite immer wieder darauf hingewiesen, dass die Bioverfügbarkeit der rohen Lebensmittel nicht gegeben sei. Was in einem gewissen Sinne richtig ist, da die harten Zellwände der pflanzlichen Nahrung für uns nicht so leicht zu knacken sind. Durch das Erhitzen der Nahrung werden die Zellwände durchlässig und die Lebensmittel sind für uns leichter zu verdauen. Allerdings werden bei diesem Prozess eben auch viele Enzyme und Vitamine zerstört. Um also die Bioverfügbarkeit pflanzlicher Lebensmittel zu erhöhen, ist uns statt dem Herd der Hochleistungsmixer eine große Hilfe. Ein starker Mixer ist in der Lage die harten Zellwände zu zerkleinern, die Nahrungsaufnahme und ihre Verwertung zu erleichtern und uns somit diese wertvollen Nährstoffe zur Verfügung zu stellen.

Nun könnte man ja eigentlich denken, dass diese Nahrung, wenn sie extra noch bioverfügbar gemacht werden muss, grundsätzlich nicht für uns geeignet ist. Da ist etwas dran. Allerdings nehmen wir uns heutzutage kaum noch die Zeit, Nahrung mit den Zähnen richtig zu zerkleinern. Unser Zahnbestand ist durch Zucker, Ablagerungen und Vitaminmangel von Krankheiten wie Parodontose oder Karies betroffen. In der Tierwelt kann man bei Tieren, die uns ähnlich sind beobachten, dass sie ständig essen und lange kauen. Eine der wichtigsten Beschäftigungen von Tieren ist die Nahrungssuche und das dazu gehörige Kauen und Verdauen.

Leider können wir die Uhr nicht zurückstellen und sagen, ok ich beschäftige mich ab jetzt nur noch mit Essen, Kauen und Verdauen 😉  Gut wäre es schon für viele von uns, einen Gang zurückzuschalten und der Ernährung wieder mehr Raum im täglichen Leben zu geben.

Aus diesem Grund hat sich in der veganen rohköstlichen Ernährung auch sehr viel getan. Es findet keine Askese statt wie sicher viele vermuten. Im Gegenteil! Man findet Unmengen von Rezepten in diesem Bereich. Damit ist man in der Lage Schokolade, Säfte und sogar Brot herzustellen. Sicher ist es nicht so einfach von jetzt auf gleich voll durchzustarten, es ist auch nicht notwendig 100% Rohköstler zu werden. Es ist wichtig, dass Du Dich erst einmal mit dieser Art der Ernährung beschäftigst bzw. überhaupt diesem Gebiet mehr Aufmerksamkeit zukommen lässt.

In vielen Studien wurde bereits nachgewiesen, dass eine denaturierte Ernährung durch Fleisch, Mehlerzeugnisse, Milch und Fertigprodukte eine entscheidende Wirkung bei der Entstehung von Krebs, Diabetes, Bluthochdruck, Demenz, Allergien und vielen anderen Krankheiten hat. Siehe hier auch die „China Study“ von T.Collin Campbell und Thomas M Campbell.

Ein interessanter Aspekt ist auch, dass Dir niemals etwas anbrennen oder überkochen kann. Selbst wenn Dir ein Gericht einmal nicht richtig gelingen sollte, kannst Du die Zutaten trotzdem noch anderweitig verwenden.

PERSÖNLICHES

Wenn Du gesundheitliche Probleme hast oder gern für immer schlank sein und bleiben möchtest, kann ich Dir nur raten, Dich mit dieser natürlichen Ernährung auseinanderzusetzen und einfach mal einen Monat so zu leben. Du kannst hier nichts falsch machen. Alles was Du verwendest, ist von der Natur für uns vorgesehen. Sieh es einfach als Abenteuer und schau was es mit Deinem Körper, Deiner Haut und Deinen Krankheiten macht. Sei nicht zu dogmatisch, sei geduldig mit Dir. Es ist nicht notwendig 100% Rohköstlich zu sein. Koche Dir zu Deinen Salaten Quinoa, Hirse, Amaranth oder Kartoffeln oder mixe Dir am Morgen einen frischen grünen Smoothie. Lies viel Bücher zu diesem Thema. Du findest Buchempfehlungen, Rezepte und viel Interessantes auf meinem Blog. Sei einfach anders 😉

Ich wünsche Dir für dieses Abenteuer, denn das ist es, viel Erfolg. Wenn Du Fragen oder Anregungen hast schreibe mir an info(at)issroh.de Gern stehe ich Dir mit Rat zur Seite.

Eure Kerstin