Kürbiskuchen

Seit drei Wochen schon liegt ein wunderschöner orange roter Hokkaido Kürbis in meiner Küche. Bisher bin ich nicht dazu gekommen, mit ihm zu zaubern. Eine Kürbissuppe ist das erste was einem einfällt, wenn man einen Kürbis vor Augen hat. Aber kochen möchte ich nicht mehr und auf eine Rohkostsuppe habe ich gerade keinen Appetit. Vor einer Woche erst habe ich die Raw Food Academy bei Boris Lauser abgeschlossen und mir schwirren noch immer unendlich viele seiner wunderbaren Rezepte durch den Kopf.

So werde ich aus der einen Hälfte meines Hokkaido einen Kürbiskuchen zubereiten und aus der anderen Hälfte demnächst Kürbiswraps. Wichtig ist, dass der Kuchen nicht zu fettreich wird. Auch will ich nicht, das er nach Kokosöl schmeckt. Um aber Festigkeit in die Kürbisfüllung zu bekommen, werde ich mit Flohsamenschalen arbeiten. Diese sind gleichzeitig sehr gut für die Verdauung und helfen beim Abtransport von Resten im Darm.

Mein Kuchen ist sensationell geworden. Ich habe ihn am Nachmittag zu einem lieben Freund mitgenommen. Er ist Innenarchitekt und hat einen ganz zauberhaften eigenen Laden  in dem kleinen Ort Hechthausen, mit wunderschönen antiken und modernen Stücken. Wir haben den Kuchen hin und her getragen, um ihm den richtigen Rahmen für sein Fotoshooting zu geben. Am Ende sieht man wieder nur den Kuchen allein und all die schönen Stücke, die ihn umgaben verschwinden in der Tiefenunschärfe. Kunden, die in den Laden kamen wurden eingeladen und in kürzester Zeit war mein Kuchen in nullkommanix verspeist.
Übrigens, der Laden ist eine kleine Reise wert. Wenn Dir Deine vier Wände nicht mehr gefallen und Du nicht weisst wie weiter mit der Gemütlichkeit kann ich Dir Jonas Sciborski sehr empfehlen.

Kuerbiskuchen3

 

ZUTATEN
Boden
100 gr Paranüsse oder andere Nüsse
10 Datteln oder andere Trockenfrüchte
100 gr geriebene Möhre
2 TL Kakao in Rohkostqualität
Prise Salz
1 EL Flohsamenschalen
runde Springform Ø18 cm

Topping
380 gr Hokkaido
2 TL Vanille Pulver
2 TL Lucumapulver (optional)
4 TL Kokosblütenzucker oder Süsse Deiner Wahl
Saft von 1/2 Limette
1 kleiner Apfel
1 kleine Banane
4 EL Flohsamenschalen

Glasur
5 EL Kokosöl
3 TL Kakao
etwas Süsse Deiner Wahl
Prise Salz

Mahle die Paranüsse zu feinem Mehl und reibe die Möhren schön fein. Gib beides in eine Schüssel. Hacke die Trockenfrüchte sehr klein bzw. mixe sie zu feinem Mus und gib sie mit dem Kakao und dem Salz in die Schüssel. Knete alle Zutaten per Hand oder in einem Food Processor zu einem Teig. Sollte der Teig zu weich sein, gib 1 EL Flohsamenschalen dazu und knete nochmals gut durch. Lasse den Teig für zehn Minuten ruhen, bevor  Du ihn in die Kuchenform drückst. Stelle die Kuchenform in den Kühlschrank, bis die Füllung fertig ist.

Gib ausser den Flohsamenschalen alle Zutaten für das Topping in Deinen Hochleistungsmixer und püriere sie zu einer cremigen Masse. Zuletzt gibst Du die Flohsamenschalen dazu und pürierst nochmals gut durch. Da die Flohsamenschalen schnell aufquellen, wird es jetzt etwas schwieriger. Nimm einen Stössel und streiche die Masse während des Mixvorganges immer wieder an den Seiten nach unten. Streiche die fertige Masse auf Deinen Boden und stelle den Kuchen für 1 Stunde in den Kühlschrank bzw. in das Tiefkühlfach.

In der Zwischenzeit bereitest Du die Glasur zu. Dazu erwärmst Du das Kokosöl im Wasserbad bis es flüssig ist. Vermenge es nun mit dem Kakao, dem Salz und etwas Süsse Deiner Wahl. Schlage es mit einem kleinen Schneebesen bis keine Klümpchen mehr da sind und streiche es auf Deinen Kuchen. Nochmals kurz in den Kühlschrank und fertig ist ein herrlich frischer Herbstkuchen.

Und? Hast Du diesen herbstlichen Kuchen angerichtet? Wenn ja, wie ist er Dir gelungen? Über Deine Erfahrungen oder Fragen und Anregungen würde ich mich sehr freuen. Gern über das Kontaktformular.

2 comments

  1. Was sind das für feine bunte Streusel? Gibt es diese in Rohkostqualität? Dazu hast du im Rezepts nichts geschrieben, damit sind ja gerade die Augenweide am Kuchen – oder sind das normale Zuckerstreusel? Ich ernähre mich rohköstlich; falls es rohe Streusel, schreib den Link doch mal, wo man diese kaufen kann. Danke für deinen Blog, hab ihn vor wenigen Tagen entdeckt, deine Rezepte sind superleicht für Anfänger wie mich zum nachmachen (naja, die Kuchen und Süßigkeiten doch mit vielen Zutaten, aber bestimmt traue ich einst auch an so etwas heran :-)). Alles Liebe dir
    Ach so, ich wollte noch fragen: warum bietest du keinen Newsletter an? Würde den gerne abbonnieren, damit ich immer weiß, wann du ein neues Rezept zum reinlesen gepostet hast. Danke.

    1. Kerstin_Stephan

      Hallo Sandya,

      vielen Dank für Deinen Kommentar und das Interesse an meinen Blog. Das mit den Streuseln war einfach nur eine Dekoidee von meinem Freund. So schnell konnte ich gar nicht schauen, da hatte er sie daneben gestreuselt. Weil es hübsch aussah habe ich es einfach gelassen 😉 Und nein, diese sind nicht rohköstlich. Habe aber schon eine Idee wie ich selbst ähnlich bunte Streusel rohköstlich herstellen könnte. Da muss ich noch etwas dran feilen.

      Das mit dem Newsletter hatte ich auch noch vor. Habe mich noch gar nicht damit beschäftigt. Kommt aber in den nächsten Wochen. Viel Erfolg noch bei Deinem rohköstlichen Abenteuer.
      Herzliche Grüße
      Kerstin

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