KräuterKundigenAusbildung

Ich finde, was uns die Natur wild anbietet ist die natürlichste und gesündeste Form der Ernährung. Es gibt nichts besseres für uns als die Bitterstoffe in wilden Gräsern, Kräutern und in den Blättern von Bäumen. Meist sind das die Urformen unserer heutigen Salate, Kräuter, Obstsorten und Wurzelgemüse.

Unser konventionelles Obst und Gemüse, in seiner modernen und hochgezüchteten Form, war nicht immer so. Es stammt von den jeweiligen Urformen ab. In der Natur findet man keine Erdbeeren, so groß wie Tomaten. Erdbeeren wachsen auch heute noch wild im Wald, sind winzig klein und zuckersüss. Auch die heutige große und fast orangefarbene Möhre wurde aus der wilden Möhre gezüchtet. Diese war viel kleiner und blasser. So enthielt zum Beispiel auch die Urform des Getreides nur ca 5% bis 8% Klebereiweiss (Gluten). Heutige hochgezüchtete Getreidesorten enthalten bis zu 50% Gluten. Ähnlich verhält es sich mit Gurken, Tomaten,  Äpfeln und vielen mehr.

Noch vor etwa 50 Jahren betrug der Glutenanteil von Weizen lediglich 5 Prozent. Je mehr von diesem Klebeeiweiss im Getreide enthalten ist, desto besser lassen sich kommerzielle Backwaren herstellen. Von den chemischen Zusatzstoffen zur Verlängerung der Haltbarkeit dieser massenweise produzierten „Grundnahrungsmittel“ ganz zu schweigen. Lesen Sie mehr unter: http://www.zentrum-der-gesundheit.de/weizen-gluten-uebergewicht-ia.html#ixzz48ReOB4rd

Was man heute Unkraut nennt, war in früheren Zeiten grundlegendes Nahrungsmittel der Menschen.  Es gewährleistete die Versorgung mit wichtigen Vitaminen und Enzymen. Damals konnte man nicht so  einfach in einen Supermarkt spazieren und Orangen, Ananas und Bananen kaufen. Als Vitaminquelle waren wilde Pflanzen von unschätzbaren Wert. Aus vielen Kräutern wurde neben Salat auch Tees und Medizin in Form von Salben und Tinkturen hergestellt. Dies waren meist die einzigen Mittel gegen verschiedene Beschwerden und Krankheiten. Dieses Wissen ist in unser modernen Gesellschaft fast vollständig verloren gegangen. Dabei beruht auch die moderne Medizin auf diesen Grundkenntnissen.

Auch bei Bäumen bleiben wir oft mit unserem Wissen auf der Strecke. Die Eiche und Kastanie erkennen wohl noch die meisten Menschen. Aber was ist mit all den anderen wunderschönen Bäumen. Wie genau sieht eine Linde oder Rotbuche aus. Ist das eine Akazie oder eher ein Ahorn? Oft wird das Wissen um die Kraft der Natur nur leise belächelt. Allerdings fällt mir auch auf, dass sich immer mehr Menschen für die Natur interessieren. Sie haben Gärten oder gründen Gartengemeinschaften in großen Städten. Es werden Wildkräuterführungen angeboten. Dadurch werden Wildkräuter wieder mehr und mehr populär.  Dabei kann man sogar richtig Geld sparen, wenn man diese grünen Kraftpackete für sich zu nutzen weiss.

Auch ich bin lange Zeit blind durch die Gegend gelaufen. Giersch, Beifuss, Vogelmiere und Gundermann kannte ich gar nicht. Dem Löwenzahn habe ich nur die Blüten weggepustet und die Brennnessel fand ich unmöglich in ihrer Aggressivität. Dass es Menschen gibt, die Blätter von Bäumen essen, hätte ich als Unfug abgetan. Wie  konnte ich nur so ignorant sein. Heute schreibe ich diese Ignoranz einfach mal meiner Jugend zu. Zum Glück habe ich mich besonnen und gehe jetzt aufmerksamer durch Wald und Flur. Manchmal weiss ich gar nicht, was ich zuerst pflücken und essen soll. Sowie der Frühling kommt, geht die Sammelei los. Und es gibt wirklich viel zu sammeln.

Daniela1

Natürlich bin ich noch immer keine Botanikerin und ich kenne noch lange nicht alle wilden Pflanzen und Bäume.  Aber es sind schon einige mehr geworden und es kommen immer mehr dazu. Die Schönheit dieser wilden Pflanzen und Kräuter zu sehen ist sehr bereichernd und lässt mich täglich auf’s neue staunen. Ist es doch ein großes Wunder zu erkennen, mit welcher Sorgfalt, Symmetrie, Farbigkeit und Heilkraft die Natur diese Pflanzen ausgestattet hat. Einen großen Teil meines heutigen „grünen Wissens“ habe ich mir angelesen. Ich habe aber sehr schnell gemerkt, dass man dabei an Grenzen stösst. Nicht jede Pflanze und jedes Kraut ist so eindeutig zu erkennen und zu benennen.  Die Gefahr sie zu verwechseln ist groß. Deshalb habe ich mich umgehört und eine 1-jährige Ausbildung zur Kräuterkundigen bei der, in Hamburg bereits als Kräuterfrau bekannten, Heilpraktikerin Daniela Wolff gemacht. Daniela Wolff hat ein enormes Kräuterwissen und schafft es, auf interessante und fast spektakuläre Art und Weise, uns Interessierten die Kräuter in all ihrer Schönheit nahe zu bringen und uns ihre heilenden und geschmacklichen Vorzüge anzupreisen. Oft hat man eher das Gefühl, dass sie über lieb gewordene Personen und ihre Vorzüge spricht als über Pflanzen.

So waren wir als Gruppe in der Natur, haben selbst Pflanzen erkennen und benennen müssen, eigene Cremes und Salben hergestellt  und Gerichte aus Wildkräutern angerichtet. Ich kann Euch nur empfehlen – macht einen Kräuterkurs und Euer Speiseplan wird um einiges reicher und BILLIGER. Diese Ausbildungszeit war toll und ich werde versuchen, mein Wissen zu festigen und zu vertiefen. Natürlich wird auch mein neu erworbenes Wissen nahtlos in meine Rohkostgerichte einfliessen. Keine Frage.

Wenn Ihr in Hamburg und Umgebung wohnt, nutzt die regelmässigen Kräuterführungen im Jenischpark.  Kräuter erkennen und bestimmen und vieles mehr erlernt Ihr in einer 1-jährigen Ausbildung. Ich kann nur davon schwärmen und bin davon überzeugt, solltet Ihr Euch entscheiden einen solchen Kurs zu absolvieren, dass Ihr es nicht bereuen werdet. Termine zu den Wanderungen und zur Ausbildung bei Daniela Wolff findet Ihr auf ihrer Website www.beifussfrau.de

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