Klassischer Hummus aus Kichererbsen – nicht roh

Wie ist das eigentlich mit dem 100%igem Rohkostanteil? Schafft das jemand von Euch da draussen? Also bei mir ist das so: Es gibt Tage, da esse ich den ganzen Tag nur Rohkost. Manchmal tagelang. Dann gibt es aber auch wieder Tage, da sehne ich mich nach etwas anderem. Zusätzlich zu meinen rohen Gerichten. So kommt es vor, dass ich ab und an zu meinen Salaten oder Gemüseburgern auch mal Quinoa oder Hirse koche.

Das hört sich kompliziert an. Aber bei mir geht das immer alles ruck zuck und ich brauche auf Garantie viel weniger Zeit in der Küche, als jeder konventionelle Esser. Heute habe ich wieder mein Gemüsemandelbrot in den Dehydrator geschoben. Dazu gibt es Hummus. Doch der ist diesmal nicht rohköstlich. Es gibt Hummus natürlich auch als Rohkost. Er ist meist aus Zucchini bereitet, weil roher Hummus aus Kichererbsen eine ganz schöne Zumutung ist für Deine Gedärme. Ich habe es versucht und möchte es nicht weiter empfehlen. Erst einmal hat es mir nicht geschmeckt und zweitens lag er zu schwer im Bauch. Aber roher Zucchini Hummus ist super. Ihn werde ich ein anderes Mal vorstellen. Der heutige ist ganz klassisch aus Kichererbsen. Die getrockneten Kichererbsen sind über Nacht eingeweicht und am nächsten Tag gekocht worden. Dabei kannst Du nichts falsch machen. Du kannst Dich an das klassische Hummusrezept halten, kannst aber auch nach Lust und Laune variieren und selbst ein bisschen experimentieren. In arabischen Ländern isst man ihn so wie bei uns den Kartoffelbrei. Dazu Kimchi oder einen anderen Salat. Wenn Ihr Aussnahmen zulasst, und nicht immer roh essen wollt, versucht es. Dies ist ein wunderbares vaganes Gericht.

ZUTATEN für das klassische Rezept (vegan, also ohne Joghurt)
2 Handvoll getrocknete Kichererbsen – mindestens 12 Stunden eingeweicht
1 bis 2 EL Tahin
2 EL Olivenöl
1 bis 2 Knoblauchzehen
Kreuzkümmel
Cayennepfeffer
Salz
Pfeffer
Zitronensaft
Paprikapulver (optional)
Petersilie

Weiche die getrockneten Kichererbsen über Nacht ein. Am nächsten Tag kochst Du sie ca. 45 bis 60 Minuten. Wenn Sie weich sind, giesst Du sie ab und gibst sie in Deinen Blender. Fange die Flüssigkeit auf. Sie wird später noch benötigt. Füge die restlichen Zutaten dazu und püriere alles zu einer Creme. Wenn die Creme zu trocken ist, nimm etwas von der Flüssigkeit dazu. Hacke die Petersilie und hebe sie unter den Hummus. Du kannst ihn jetzt schon essen, besser schmeckt er aber, wenn er für ein paar Stunden im Kühlschrank war.  Dort hält er sich auch ein paar Tage.

Manche nehmen auch fertige Kicherebsen aus der Dose. Das würde ich Euch nicht empfehlen. Es schmeckt lange nicht so gut wie mit getrockneten Kichererbsen hergestellt. Und ich denke wir sollten so wenig wie möglich den Einflüssen der Industrie ausgesetzt sein.

Und? Hast Du das Rezept ausprobiert? Wie ist es Dir gelungen? Über ein Feedback oder Anregungen würde ich mich sehr freuen. Gern über das Kontaktformular.

2 comments

  1. Hallole,
    Ich habe heute zum ersten Mal deinen Blog gefunden und auch zum ersten Mal Humus zubereitet. Deinen Tipp zu den getrockneten Kichererbsen werde ich für die Zukunft gerne beherzigen. Noch besser schmeckt es mir persönlich mit Kürbis und Humus, jeweils halb und halb.

    Ich bin absolut kein Rohkostler aber neugierig 🙂

    1. Kerstin_Stephan

      Hallo Peter,
      vielen Dank für Deinen Hinweis. Humus halb und halb mit Kürbis ist eine tolle Idee.
      Ich bin gestern aus dem Urlaub zurück und habe gleich Deinen Vorschlag ausprobiert.
      Allerdings habe ich gekochte Kichererbsen mit frischen rohem Paprika im Vitamix als Dip
      gemixt. Göttlich. Mit Kürbis werde ich es auch probieren. Aber auch hier werde ich den Kürbis roh verwenden.
      LG Kerstin 🙂

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