Kimchi selbst gemacht

Endlich habe ich mein erstes, wirklich leckeres und verdammt scharfes Kimchi selbst gemacht. Das es so einfach ist und so gut funktioniert, hätte ich nicht gedacht. Du brauchst lediglich ein bisschen Geduld. Es schmeckt fantastisch. Es wird jetzt immer bei mir vorrätig sein. Neben seinem hohen Gehalt an Vitaminen und Mineralien und seinem köstlichen Geschmack, liefert fermentiertes Gemüse ausserdem lebendige Bakterienkulturen.

Diese Bakterienkulturen sorgen für eine gesunde Darmflora, stärken unsere Abwehrkräfte und machen schützen vor vielen Krankheiten. Denn, was viele nicht wissen, ein großer Teil unseres Immunsystems befindet sich im Darm. Leider gibt es bei uns kaum noch fermentiertes Gemüse zu kaufen. Am weitesten bekannt in Deutschland ist das Sauerkraut. Aber auch das wird fast immer nur im Glas oder im Beutel angeboten. Dies ist dann pasteurisiert, also nicht mehr roh und enthält daher auch nicht mehr alle nützlichen Eigenschaften. In meinem Bioladen um die Ecke bekomme ich ab und an noch wirklich frisches und unpasteurisiertes Sauerkraut. Allerdings bekommst Du nirgends frisches fermentiertes Kim-Chi. Ab jetzt wird das anders sein, denn mit diesem Rezept bist Du in der Lage, Dein eigenes Kimchi herzustellen. Nur zu. Es ist wirklich einfach und sensationell.

Mein Sauerkraut neben dem Kimchi auf dem Foto braucht noch etwas länger. Darüber schreibe ich ein anderes mal. Heute geht es hier erst einmal nur um Kimchi.

ZUTATEN
1 Chinakohl
2 EL Salz
1 L Wasser

1 Stange Lauch
1/2  Zwiebel
2 Möhren
1 kleinen roten Paprika
2 EL Knoblauch
1 EL fein gehackten Ingwer
2 TL Agavensirup oder Honig
1 TL Chilipulver
1 EL Salz

Wasche die einzelnen Blätter des Chinakohls und halbiere sie. Lege sie in eine Schüssel und bestreue sie mit 2 EL Salz. Fülle ca. einen Liter Wasser in die Schüssel und achte darauf, dass alle Blätter unter Wasser sind. Stelle die Schüssel über Nacht in den Kühlschrank. Am nächsten Tag spüle die Blätter gut ab und gib sie erneut in eine grosse Schüssel.

Schneide die Möhren in dünne Stifte, hacke den Ingwer, die Zwiebel und den Knoblauch sehr fein, schneide den Lauch und die Paprika in kleine Stücke bzw. Ringe. Gib alles zum Chinakohl in die Schüssel. Streue das Salz und das Chilipulver über den Kohl und gib die Süsse Deiner Wahl dazu.

Jetzt kommt die schönste Arbeit. Ich mag sie jedenfalls sehr! 🙂 Knete und massiere den Kohl mit dem Gemüse so lange, bis er ganz unter seinem eigenem Wasser steht. Jetzt kannst Du ihn in heiss ausgespülte Gläser füllen und mit einem kleinen Leinentuch abdecken (siehe Foto) Wichtig ist, dass der Kohl richtig unter dem Kohlwasser ist. Wenn das nicht geht, beschwere den Kohl, so dass er nach unten gedrückt wird. Ich lege mir dafür immer 2 Steine bereit. Das sind zwei Steine aus einem alten Kopfsteinpflaster von der Strasse. Sauber gereinigt erfüllen sie wunderbar ihren Zweck. Jetzt lässt Du das Kimchi ca. drei Tage bei Raumtemperatur fermentieren. Zwischendurch kannst Du gern kosten aber VORSICHT: Nicht zweimal mit der Gabel in das Kraut gehen! Die Enzyme des Speichels können das Kimchi verderben. Wenn das Kimchi fertig fermentiert ist, verschliesst Du die Gläser gut und stellst sie in den Kühlschrank. Der Kühlschrank stoppt die Fermentation etwas, aber trotzdem geht sie noch weiter. Allerdings viel langsamer. Und nun ist es endlich soweit. Du hast täglich frisches Kimchi und kannst soviel essen wie Du willst. Dein Darm wird es Dir mit dem Aufbau guter Darmbakterien danken.

Und? Traut Ihr Euch an die Fermentierung von Gemüse heran? Wenn ja, ist es Euch gelungen? Gebt mir gern ein Feedback über das Kontaktformular. Über Fragen und Anregungen würde ich mich sehr freuen.

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2 comments

  1. Monika Preibisch

    Habe den Kimchi nach dem Rezept angerichtet. Der Geschmack ist er sehr deftig, aber mit Pellkartoffeln schmeckt er gut.

    1. Das ist eine gute Idee liebe Monika. Dann neutralisiert sich die Schärfe etwas. Sehr gut! Und 100 % Rohkost ist halt auch nicht jedermanns Sache. Muss auch nicht 😉 Als Tipp, Versuche doch mal alte Getreidesorten dazu wie Quinoa oder Hirse.

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