HaferKüchlein

Schon als Kind liebte ich Hafer. Allerdings nicht als Lebensmittel, sondern als Bastelmaterial. Ich umwickelte mit unendlicher Ausdauer die kleinen Rispen mit glitzerndem Bonbonpapieren. Am Ende hatte ich dann mit viel Liebe einen kleinen farbenfrohen Strauß gestaltet. Oma hatte diese kleinen Sträuße manchmal jahrelang auf dem Fernseher stehen. Überhaupt war sie die einzige, die all meine kleinen Kunstwerke sammelte oder gar an der Wand hängen hatte. Heute umwickle ich keine Rispen mehr. Heute weiß ich um den Nährwert des Hafers.

So esse  ich fast jeden Morgen Haferflocken als Frühstücksmüsli. Zusammen mit gekeimten Buchweizen, Nüssen, Leinsamen und ein paar getrockneten oder frischen Früchten ist es eine ungemein leckere Alternative  zum klassischen Frühstück mit Brötchen und Marmelade.

Haferflocken sind schnell zubereitet und durch ihren hohen Ballaststoffanteil sättigen sie sehr lange. Hafer ist eines der gesündesten Getreide. Er ist nicht ganz glutenfrei aber zumindest glutenarm. Gluten ist das Klebeeiweiss im Mehl, also das was das Brot zusammen hält. Wenn Ihr jetzt versucht ein Brot aus Hafermehl zu backen werdet Ihr feststellen, dass es bedingt durch das fehlende Gluten so gut wie unmöglich ist. Es gibt auch Hafer ganz ohne Gluten. Solltet Ihr eine Glutenunverträglichkeit haben, dann schaut im Bio Laden nach dem glutenfreien Hafer.

Was macht den Hafer so großartig

Er besitzt eine Vielzahl von Vitaminen, Mineralien und Antioxydantien. Vor allem Magnesium, Phosphor, Eisen und Zink. Von allen Getreiden hat Hafer den höchsten Vitamin B1- und B6-Gehalt und liefert ausserdem viel pflanzliches Eisen.

Eine Hauptursache für Herzerkrankungen ist ein zu hoher Cholesterinspiegel. Verschiedene Studien beweisen, dass der Ballaststoff Beta-Glucan, der in Haferflocken enthalten ist, effektiv das Cholesterin und den LDL-Anteil senken kann (9, 10).

Dies liegt zum einen daran, dass durch Beta-Glucan mehr cholesterinhaltige Galle ausgeschieden wird, wodurch weniger Cholesterin im Blut zirkuliert. Damit dieser Effekt eintritt, müssen etwa drei Gramm des Ballaststoffs verzehrt werden (steckt in zwei Portionen Haferflocken à 40 Gramm).

Der positive Effekt für den Cholesterinspiegel kann aber auch daher rühren, dass Beta-Glucan die Aufnahme von Fett und Cholesterin verlangsamt, indem es die zu verdauende Masse mit Wasser bindet und so eine zähflüssige Lösung bildet https://eatsmarter.de/ernaehrung/gesund-ernaehren/haferflocken-gesund

Wie sollte man den Hafer essen

Studien zeigen das eine Kombination der Haferflocken mit Vitamin C eine höhere Wirksamkeit versprechen. Die Antioxydantien in den Haferflocken können durch die Zugabe von Vitamin C eine LDL Oxydation verhindern.  Durch diese kann es zu Entzündungen in den Arterien kommen, Gewebe beschädigt und das Risiko eines Herzinfarkts oder Schlaganfalls erhöht werden.

Deshalb weiche ich mein Haferflocken immer ca 10 Minuten in heißem Wasser ein, füge etwas Zimt dazu und gebe klein geschnittene Orangen oder Äpfel dazu. Ab und an kommen Nüsse, gekeimter Buchweizen oder Linsenkeimlinge dazu. Fertig ist mein Frühstück.

Manchmal habe ich aber Lust auf Veränderung. So sind meine  Haferküchlein entstanden. Sie sind ruck zuck zubereitet. Ich backe bzw brate sie in einer beschichteten Pfanne. Ihr könnt aber auch eine Keramikpfanne benutzen oder sie ganz normal in einer Pfanne mit Öl zubereiten. Ich versuche immer soweit es geht Fett zu vermeiden. Ausserdem schmecken diese kleinen Kuchen auch herrlich lecker wenn sie kalt sind. Dazu reiche ich frisch pürierten Apfel/Bananen/Orangenmus. Sehr lecker ist es aber auch, die warmen Küchlein mit einer pflanzlichen Butter (Alsan) zu bestreichen und etwas Kokosblütenzucker drüber zu streuen.

ZUTATEN
170 gr Haferflocken
Prise Salz
Zimt nach Vorliebe
Ca 200 ml Wasser oder Pflanzenmilch
2 kleine Äpfel oder 1 Banane oder ein paar frische Datteln
1 TL Backpulver

Alle Zutaten, ausser das Backpulver, im Mixer fein pürieren und den Teig dann in eine Schüssel geben. Das Backpulver dazu und nochmals gut vermischen. Lasse den Tag nochmals ca 10 Minuten ruhen. In der Zwischenzeit erhitze Deine Pfanne. Gib in die heisse Pfanne jeweils 2 Esslöffel für ein Küchlein hinein. In meiner Pfanne kann ich 3 kleine Küchlein gleichzeitig backen. Stelle die Herdplatte auf mittlere Hitze. Ich habe einen Induktionsherd und erhalte mit der 7 gute Backergebnisse. Backe bzw brate sie ca 3 Minuten auf jeder Seite. Du kannst sie mit pflanzlicher Butter bestreichen und Kokosblütenzucker darüber streuen. Oder einfach nur mit frisch püriertem Apfelmus servieren. Deiner Fantasie sind auch hier keine Grenzen gesetzt. Viel Spass und guten Appetit.

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