Brot – glutenfrei und vegan

glutenfreies veganes Brot

In der letzten Zeit habe ich wieder viel experimentiert, um das optimale glutenfreie und vegane Brot zu backen. Eine Glutenunverträglichkeit habe ich nicht, fühle mich aber trotzdem besser mit glutenfreiem Brot. Ich vertrage es einfach besser.

Mein Anspruch war es außerdem, ein Brot ohne Treibmittel und Stärke möglich zu machen. Einfach sollte es sein. Ein Brot, das man schnell zwischendurch einrührt. Und das ist es. Ihr könnt es am Abend einrühren und am Morgen backen oder am Morgen einrühren und am Nachmittag oder Abend backen.

Einzig die Ruhe – bzw Quellphase braucht etwas Zeit. Was meine ich damit? Die Ruhephase ist die Zeit in der der Teig entweder gären oder aufquellen muss. Bei einem normalen Brot mit klassischem Getreide ist dann die Zeit der Gare gemeint. In unserem Brot wird die Gare durch das Quellen ersetzt. Es gibt also keine Gärzeit mehr, sondern eine Quellzeit. Statt Hefe, Backpulver oder Stärke verwende ich Flohsamenschalen, Chiasamen und Leinsamen. Diese drei Samen halten unser Brot zusammen.

Da ich ein glutenfreies Brot backen möchte, darf ich dafür kein normales Mehl wie Weizen-, Roggen- oder Dinkelmehl verwenden. Diese drei klassischen Mehle beinhalten Gluten. Gluten, auch Klebeeiweiss genannt, ermöglicht überhaupt erst das Zusammenhalten des Brotes.

Um glutenfreies Brote backen zu können verwenden wir Pseudogetreide.

Dazu gehört: Kichererbsenmehl, Hafermehl (glutenfrei), Buchweizenmehl, Reismehl, Teffmehl, Lupinenmehl, Hirsemehl usw. Ich selbst verwende am liebsten Hafermehl und Buchweizenmehl. Da ich selbst keine Glutenunverträglichkeit habe, nutze ich ganz normale Haferflocken, die ich im Hochleistungsmixer zu Mehl mahle. Eigentlich ist Hafer glutenfrei, wird aber auf dem Feld, bei der Ernte und dem Transport oft durch Weizen kontaminiert. Es ist also nur minimal belastet.

Solltest Du also unter einer Zöliakie leiden, kaufe Dir den Hafer der als glutenfrei ausgeschrieben ist. Ansonsten backe es mit Kicherebsen-, Buchweizen- oder Hirsemehl. Auch sehr lecker.

Wenn Du einen guten Hochleistungsmixer besitzt, kannst Du Deine Mehle aus Buchweizen, Kichererbsen, Hafer bzw Haferflocken oder Hirse einfach selber mahlen.

ZUTATEN
350 gr Hafermehl oder anderes glutenfreies Mehl oder auch eine Mischung aus verschiedenen Pseudogetreiden (Du kannst die Haferflocken auch ganz belassen)
2 EL Chiasamen
2 EL Flohsamenschalen
90 gr goldene Leinsamen ( bitte im Mixer schroten)
1 EL Süße Deiner Wahl
1TL Salz
Ca 400 ml Wasser

Alle trockenen Zutaten in einer Schüssel miteinander vermischen. Danach das Wasser dazugeben und gut verrühren. Gern könnt Ihr auch ein Handvoll Kerne (Sonnenblumen – bzw Kürbiskerne dazu geben.

Diese fertige Mischung gibst Du in Deine Brotform. Decke den Teig in der Brotform mit einem sauberen Küchentuch ab und lasse ihn für mindestens 5h quellen. Gern auch über Nacht.

Achtung. Das Brot verändert sich nicht in der Höhe (wie beim normalen Gärprozess).
Du siehst ihm den Quellvorgang nicht an.

Nach mindestens 5h den Herd auf 180 Grad stellen und das Brot für 30 Minuten backen. Nach 30 Minuten das Brot aus der Form nehmen mit Wasser bestreichen und es nochmals für 30 Minuten ohne Form bei 180 Grad backen. Danach gut auskühlen lassen und genießen. Ihr werdet staunen. Viel Spaß beim Nachbacken.º

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