Brot aus Trester

Was macht man nur mit dem vielen Trester? Ich habe oft sehr viel davon. Er bleibt übrig von meinen Mandel- und Nussmilch Herstellungen. Teilweise habe ich auch viel Gemüsetrester durch das Pressen von Gemüsesäften. In einer Tupperdose bewahre ich ihn im Kühlschrank für mehrere Tage auf. Auch diesmal ist wieder reichlich davon da und ich weiss nicht so recht, wie lange er eigentlich haltbar ist.

Deshalb möchte ich ihn so bald wie möglich verbrauchen. Also was liegt da näher, als ihn zur Brotherstellung zu nutzen. Auch für einen Kuchenboden wäre er gut geeignet. Brot ist für mich der grösste Verzicht in der Rohkosternährung. Deshalb bin ich auf dem Gebiet der RohkostBrotHerstellung auch am experimentierfreudigsten.

ZUTATEN
170 gr Mandel oder Nusstrester
100 gr gemahlene goldene Leinsamen
170 gr Süsskartoffel oder Zucchini oder Pastinake oder Möhren
1 Möhre
1/2 Zwiebel (optional)
Knobloch (optional)
Prise Salz
Prise Kala Namak (optional)
1 EL Tamari
Süsse Deiner Wahl
100 ml Wasser

Mixe den Trester kurz an, damit er etwas fluffiger wird. Reibe die Süsskartoffel und die Möhre. Gib das Reibgut und den Trester mit den fein gemahlenen Leinsamen und Gewürzen zusammen  in eine Schüssel und vermenge alles gründlich mit den Händen. Füge jetzt das Wasser hinzu und knete alles gut durch. Es kann sein, dass Du noch etwas mehr Wasser dazu geben musst. Achte darauf, dass der Teig nicht zu flüssig wird. Er muss formbar bleiben. Stelle den Teig zur Seite und lasse ihn mindestens 1/4 Stunde ruhen. Forme danach ein kleines Brot und schneide mit einem Messer ca. 1 cm dicke Scheiben. Lege die Brotscheiben in Deinen Dehydrator zum trocknen. Das Brot sollte mindestens 12 Stunden bei 42 Grad trocknen. Je länger, desto crosser wird es. Vergiss nicht, es zwischendurch einmal umzudrehen. Das Gute beim Trocknen im Dehydrator ist: Es wird Dir nie passieren, das Brot anbrennt oder gar verbrennt ;-). Deshalb ist es nicht schlimm, wenn es 2 bis 3 Stunden länger oder kürzer trocknet.

Und? Was machst Du mit Deinem Trester? Hast Du mein Brotrezept ausprobiert? Über ein Feedback mit Deinen Erfahrungen und Anregungen würde ich mich sehr freuen. Gerne über das Kontaktformular.

4 comments

  1. Hallo liebe Kerstin,

    dein Brot sieht sehr lecker aus! Und auch mal was Besonderes, mit Pastinake habe ich noch kein Rohkostbrot-Rezept gesehen – ebensowenig wie mit Kala Namak.

    Brot habe ich noch nicht gemacht, aber meinen Trester verwerte ich auch, denn alles andere wäre ja viel zu Schade. Meistens wandert er, besonders, wenn es sich um Nusstrester handelt, in Kuchen (oder jetzt in der Weihnachtszeit bestimmt auch mal in Plätzchen) .

    Oder Bratlinge, die sind auch immer eine dankbare Verwertung für Trester. Natürlich alles nicht roh, aber ich werde mich bald mal an deinem Brotrezept versuchen und ein wenig an die rohvegane Küche ‚heranwagen‘. 😉

    Wusstest du im Übrigen, dass eine der beliebtesten Spirituosen aus Trester hergestellt wird? Grappa nämlich, aus dem Trester der Weinernte (Quelle: http://italienischer-grappa.com/trester-tresterbrand/ ).

    Beste Grüße
    Susanne

    1. Liebe Susanne,
      das Trester im Grappa verwendet wird wusste ich tatsächlich nicht. Interessant. Zumal wir viel in Italien sind und das ist doch (so glaube ich jedenfalls) GrappaLand. Nur das ich schon lange keine Alkohol mehr trinke 😉 Bratlinge kann man übrigens auch rohköstlich herstellen. Allerdings braucht man dazu einen Dehydrator. Gebraten ist aber auch gut. Hauptsache vegan.
      LG
      Kerstin

  2. Hallo,
    ich habe jetzt auch angefangen Nussmilch selbst herzustellen. Ich hab den Trester im Dörrgerät getrocknet (Backofen geht natürlich auch) und in ein altes Marmeladenglas mit Deckel gefüllt. So bleibt es lange haltbar. Später kann man ihn dann zu Mehl mahlen und zum Backen verwenden.
    Den ersten Trester habe ich ungetrocknet in einer Dose aufbewahrt. Nach 2 Tagen war er schon schimmlig.

    1. Liebe Elke, Trester trocknen ist eine tolle Idee. Da hätte ich auch mal drauf kommen können 😉 Super! Liebe Grüße

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