Bratapfelstückchen mit kalter rohköstlicher Schokocreme

Langsam neigt sich der Winter dem Ende zu. Bevor er ganz verschwindet, will ich Euch noch dieses herrlich süsse Rezept vorstellen. Wir wohnen im „Alten Land“, südlich vor den Toren Hamburgs. Unser Haus steht bei den Apfelplantagen. Im Frühling ist das wunderbar, denn dann duften die Apfelfelder ganz leicht nach Mandeln. Es ist mental sehr erfrischend, zu dieser Jahreszeit durch die Felder zu spazieren. Das ist dann auch die Zeit der Blütenfeste, in der viele Touristen das „Alte Land“ besuchen.

Neben Äpfeln werden noch Birnen, Kirschen, Pflaumen, Himbeeren, Erdbeeren und Stachelbeeren angebaut. Im Sommer ist das Angebot so unglaublich reichhaltig, dass man oft wirklich nicht weiss, was man zuerst probieren sollte.  An Obst haben wir hier im „Alten Land“ also keinen Mangel, gibt es doch reichlich Höfe, die ihre frischen Waren anbieten. Da ich immer reichlich Äpfel habe liegt es nahe, auch einiges damit auszuprobieren. Frischer und roh pürierter Apfelmus mit etwas Zimt ist mein schnellstes Rohkostgericht. Zu rohköstlichen Porridge ist er meine Lieblingszutat.

Das Äpfel gesund sind weiss jedes Kind. Es heisst nicht umsonst: An appel a day keeps the doctor away! Übersetzt: Ein Apfel am Tag – Arzt gespart! 🙂

Viele wissenschaftliche Untersuchungen bestätigen immer wieder, dass eine Ernährung, die viel Obst und Gemüse enthält, das Risiko für chronische Krankheiten deutlich mindern kann. Der Grund für diese präventive Wirkung von Obst und Gemüse liegt im hohen Gehalt der sog. Phytochemikalien (sekundären Pflanzenstoffe) verborgen.

Dazu gehören beispielsweise die Polyphenole, die Flavonoide und die Carotinoide. Im Apfel sind es aus diesen Gruppen z. B. das Quercetin, das Catechin, das Kaempferol, das Hesperetin, das Myricetin und das Phloridzin – allesamt starke Antioxidantien mit entzündungshemmender Wirkung.

Kein Wunder zeigen epidemiologische Studien stets Zusammenhänge zwischen dem Verzehr von Äpfeln und einem verminderten Risiko für Krebs, Asthma, Diabetes und Herz-Kreislauf-Störungen. Ja, der zuletzt genannte Stoff – Phloridzin – scheint zusätzlich vor einem Knochendichteverlust zu schützen, wie erste Studien ergaben und kann somit einen wichtigen Beitrag zur Osteoporoseprävention leisten.

Allerdings variiert die Zusammensetzung der wirksamen Substanzen je nach Apfelsorte sehr stark (siehe auch weiter unten „Welche Apfelsorte ist die beste“). Auch ändert sich die Zusammensetzung während des Reifeprozesses, so dass unreife Äpfel andere Pflanzenstoffe liefern als reife. Die Lagerung hat auf den Phytochemikaliengehalt ebenfalls Auswirkungen, allerdings geringere als die Verarbeitung zu Kompott, Apfelmus oder gekochten Säften. Kochen sollten Sie Äpfel daher nie. https://www.zentrum-der-gesundheit.de/gesunder-apfel.html

Angeblich gibt es ca 20.000 bis 30.000 Apfelsorten auf der Welt. In Deutschland werden ca 1000 bis 2000 verschiedene Sorten angebaut. Allerdings kennt man doch höchstens 6 Sorten die ständig angeboten werden. Dazu zählen: Elstar, Holsteiner Cox, Cox Orange, Golden Delicious, Jonagold, Boskoop und vielleicht noch meine Lieblingssorte Topaz. Obwohl ich ganz ehrlich sagen muss, dass diese hochgezüchteten Äpfel, die alle aussehen wie gemalt, unglaublich süss sind und verdächtig gut aussehen. Im Hochsommer gibt es dann für eine kurze Zeit diese wunderbar sauren und hellgrünen Klaräpfel. Das sind die leckersten Äpfel im Sommer. Ein Biss in diese Äpfel erinnert mich sogleich an die heissen Sommer in meiner Kindheit bei Oma. Da gab es noch die Äpfel die vom Baum fielen und kleine braune Flecken und Löcher hatten, aus denen mich manchmal winzig kleine Raupen anlächelten. Schon als Kind habe ich mich davor nicht geekelt. Diese Stellen wurden rausgeschnitten und fertig. Heute habe ich auch einen eigenen Apfelbaum im Garten. Im Frühjahr verschneide ich ihn selbst, sicher nicht sehr professionell. Allerdings so gut, dass er im Herbst sehr viele Früchte trägt. Und da ich nichts weiter mit diesem Baum mache als ihn wachsen zu lassen, schenkt er mir grosse grüne leicht rotbäckige Äpfel mit vielen Flecken und Sommersprossen. Diese Äpfel schmecken ganz leicht süss mit einer leicht säuerlichen Note. Jeden Herbst freue ich mich auf’s neue auf meine kleine Ernte. Dann gibt es reichlich Apfelmus. Wenn ich es nicht schaffe alle gleich zu essen, werden sie im Dörrautomaten für den Winter getrocknet.

Bratäpfel sind irgendwie so ganz und gar aus der Mode gekommen. Oder täusche ich mich und es erzählt nur niemand mehr über diese herrliche Leckerei? Früher haben die Omas Bratäpfel im Oferohr gemacht. In vielen Märchen ist das nachzulesen. Ich halte es etwas einfacher und schneller und bereite einfach alles in der Bratpfanne zu.  Das Zusammenspiel von Äpfeln mit Kokos, Zimt , Banane und Kakao hat sich bei diesem Dessert wirklich bewährt.

ZUTATEN
2 Äpfel
Zimt
Kokosflocken
Kokosöl

CREME
1 Banane
1/2 Avocado oder Zucchini
1 TL Macapulver optional
1 TL Kakao Rohkost
etwas Xylit oder Süsse Deiner Wahl nach Vorliebe
Prise Salz

Schneidet die Äpfel in kleine Stücke und bratet sie in einer Pfanne in etwas Kokosöl. Für die Creme gebt Ihr einfach alle Zutaten in den Hochleistungsmixer und püriert sie zu einem feinen Mus. Noch besser ist es, wenn Ihr für die Creme gefrorene Bananen benutzt. Denn heiss und kalt ist ein Hochgenuss. Eventuell müsst Ihr dann noch etwas Pflanzenmilch zu den gefrorenen Bananen geben, damit sie sich besser pürieren lassen. Es ist dann eher ein Rohkosteis. Zum Schluss streut Ihr über das fertige Dessert ein wenig Kokosraspel. Versucht es. Ihr werdet begeistert sein.

Und? Habt Ihr dieses Rezept ausprobiert? Wie ist es Euch gelungen? Gebt mir gern ein Feedback über das Kontaktformular.

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